Bericht vom SND/DACH-Stammtisch in Berlin am 18. August 2011

 

Der Vergangenheit auf der Spur

Die Namen und Geburtsdaten der Großeltern sind meist noch bekannt – bei den Urgroßeltern wird es aber häufig schon schwierig. Wer sich selbst einmal die Mühe gemacht hat, seine Ahnen zu erforschen, der kennt die Herausforderung, an Informationen über weiter zurückliegende Generationen zu gelangen. Ganz zu schweigen von den Problemen, welche die Visualisierung teils komplexer Familienstrukturen mit sich bringt.

Mit der hochinteressanten aber wenig beachteten Infografik-Spezialform des Stammbaums befasste sich der Stammtisch der SND/DACH am 18. August 2011. Jean-Baptiste Piggin sprach dabei unter anderem über seine Forschungsergebnisse zu einem Pergament aus der Spätantike, das wohl der älteste Stammbaum der Geschichte ist. Das Schriftstück bildet auf Grundlage von Informationen aus der Bibel den Stammbaum Jesu ab – und reicht dabei bis zu Adam zurück. Welch hohe Kunst es ist, die Masse an Daten und Informationen zu ordnen, war unter den Teilnehmern ebenso Thema, wie die Frage nach der Art und Weise der Darstellung.

 



Zurück bleiben staunende Hochachtung vor dem antiken Grafiker und der Wunsch, selbst einmal in der eigenen Vergangenheit zu forschen. Ein wirklich faszinierendes Thema.

Dagmar Gehl